Bounty´s Weg vom Welpen zur Mutter

 

Als ich, Bounty am 24.04.2004 geboren wurde war es meinen zukünftigen Eltern bereits klar, dass ich einmal selbst Baby´s haben sollte. Vorerst musste aber die Entscheidung noch auf mich fallen. Diese Entscheidung war so ca. in der 6/7. Woche geschehen. Wie wird es wohl in meinem neuen zu Hause sein, was wird mich dort erwarten. Es würde auf jeden Fall ein weiter Weg bis zu meinen eigenen Welpen sein.

 

Vorerst besuchte ich einen Welpenspielkurs sowie einen Junghundkurs. Dort lernte ich erst spielerisch dann schon etwas ernster meine ersten Disziplinen, wie Komm, Sitz, Platz und Bleib. Später sollte ich dies auch in einem weiteren Kurs für den sogenannten „Team-Test“ mit einem abschließenden Test (abgenommen vom VDH) unter Beweis stellen. Selbstverständlich bestand ich die Prüfung ohne Probleme! Zusätzlich ging meine Familie, insbesondere mein Frauchen mit mir zu verschiedenen Ausstellungen. Dort präsentierten wir uns im Team so gut, dass ich immer (bis auf einmal) ein „vorzüglich“ erhalten habe. Darauf waren besonders die Menschen, ich glaub auch meine Züchterin die Maria, ganz doll stolz.

 

Da mein Frauchen immer ein offenes Ohr für die ein oder andere Frage von Besitzern an Ihre Züchter hatte, bekam sie schnell einen gewissen Überblick für die spätere Zucht sowie Betreuung der zukünftigen Besitzer der Welpen. Sie lies viele Bücher, besuchte eine Veranstaltung für Erstzüchter und absolvierte einen Erste Hilfe Kurs für Hunde.

 

Schließlich musste ich mich noch einer größeren Untersuchung beim Tierarzt unterziehen, damit ich für die Zucht als „tauglich“ eingestuft werden konnte. Dann musste ich noch dem Kromfohrländer bei einer Körung vorgestellt werden. Deshalb fuhren meine Schwester Bysy und ich mit unseren Frauchen zur Körung nach Steinhausen. Wir übernachteten im Ort, damit wir für die am nächsten Tag angesetzte Körung fit sein würden. Was die alles von uns wollten! Schließlich bekamen wir unsere uneingeschränkte Zuchttauglichkeit bescheinigt. Wieder waren unsere Frauchen sehr stolz auf uns und erzählten es auch gleich unserer Züchterin.

 

Da diese Hürde nun geschafft war ging es daran einen geeigneten Mann für meine bevorstehende Zucht zu finden. Dies war gar nicht so einfach, jedenfalls nicht für mein Frauchen. Ich durfte ja erst mal keine Auswahl treffen, dies sollte erst später bei den Besuchen sein. Da es wohl auch mal nicht zu einer Hochzeit gekommen ist, muss man immer mehrere Kandidaten auswählen, welche dann noch vom Verein genehmigt werden müssen. Mein Frauchen hatte zwei in die engere Wahl gezogen und wollte nun, nachdem sie schon sehr nette Telefonaten mit beiden Rüdenbesitzern geführt hatte mit Ihnen in Form eines Besuch mit mir in Kontakt treten. Leider machte ich dem einen Strich durch die Rechnung. Ich wurde zu früh läufig und da beide Rüden bereits vom Verein genehmigt wurden, hatten wir keine Zeit mehr uns vorher persönlich kennen zu lernen. Nun musste sich Frauchen kurzfristig für einen Rüden entscheiden. Beide sahen super aus, nun siegte der Rüde welchen wir für einen späteren Deckakt evtl. nicht mehr bekommen könnten, sprich der Ältere von Beiden.  Die Wahl fiel auf Chicco vom Bienenstück.

 

Nun sollte es soweit sein, am 07.05.2006 fuhren wir zu meinen zukünftigen Mann nach Neu Anspach.

 

Wir wurden unheimlich nett begrüßt und herzlichst aufgenommen. Mehrere Stunden verbrachten wir bei wundervollem Wetter zusammen, ich fand ihn total klasse und lies ihn keine Sekunde mehr in Ruhe. Damit er doch mal ein wenig Ruhe bekommen sollte, gingen sein Herrchen und mein Frauchen eine große Runde spazieren. Als wir zurückkamen lief ich Chicco sofort wieder hinterher und er natürlich auch mir. Leider sollte es an diesem Tag noch nicht klappen. Doch am nächsten Morgen verging gerade eine halbe Stunde und schon waren wir „vereint“. In der Phase des „Hängens“ wurden wir zusammen gehalten. Dies dauerte gerade mal eine Viertelstunde. Als wir uns lösten setzen sich unsere Leute für die Formalitäten zusammen und waren überglücklich, dass es so gut geklappt hatte. Wir ruhten uns in der Zwischenzeit aus.

Nach ca. 4 ½ Wochen konnte meine Trächtigkeit von einer Scheinträchtigkeit ausgeschlossen werden, denn ich „schleimte“. Nun konnte alles weitere geplant werden... Nun wurden wir in die Welpenliste für Interessenten aufgenommen.

 

Die Anrufe ließen auch nicht lange auf sich warten. Mein Frauchen nahm sich hier immer ganz besonders viel Zeit. Nicht alle Anrufer hatten bereits schon mal einen Kromi live gesehen. Dies ist ja schon ganz wichtig. Nur so kann man unsere Verschiedenartigkeit vom Fell und generellen Aussehen erkennen. Wir sind halt doch immer ein Überraschungspaket als Welpe. Gewisse Sachen können definiert werden, doch letztendlich dauert es eine lange Zeit (so ca. 2 Jahre), um voll entwickelt dazustehen. Eine gewisse Aufklärung bezüglich unseres Verhaltens gegenüber Fremden und Kleinkindern sowie unseren Erbkrankheiten ist auch sehr wichtig, viele lesen nur die Hundebücher und meinen, das ist genau der Hund den wir wollen. Der ein oder andere Interessent war schon mal sehr überrascht. Ansonsten hat mein Frauchen immer freundlich weitere nette Gespräche geführt, obwohl bereits klar war, dass sie bei uns keinen Kromi bekommen würden.

 

Nun sollte es bald soweit sein, zwischen dem 58. und 63. Tag beginnt sehr häufig die Geburt. Meine Eltern waren schon ganz gespannt, ich selbst dagegen war ziemlich relaxt. Ich forderte weiterhin meine Spaziergänge plus Ball werfen. Es sah nicht danach aus, als wenn es bald losgehen würde. Als aber meine Temperatur 2 Grad niedriger als sonst war, machte sich meine Züchterin Maria auf den Weg. Von Freiburg bis hierher war es schließlich kein Katzensprung! Schließlich war ich inzwischen auch am herumwülen meiner Decken im Crunchi. Doch weit gefehlt. Ich freute mich über den Besuch und lies sie alle warten!!! Nach zwei langen Tagen fuhr Maria wieder zurück nach Freiburg. Doch am Abend überlegte ich es mir anders, ich fing ganz doll an zu hecheln. Ich wurde unruhig, hatte aber keine sichtbaren Wehen. Zusätzlich zitterte ich noch ganz heftig. Irgendwie war mir jetzt Angst und Bange, was passierte da bloß mit mir? Meine Familie versuchte mich zu beruhigen und wollten noch einmal mit mir heraus gehen. Doch ich fing schon an zu pressen, das war ihnen dann doch nicht ganz geheuer. Also gingen wir schnellstmöglichst heim. Inzwischen waren auch schon die erfahrenen Züchter (Brigitte und Dahlia Moraw) auf den Weg. Maria konnte nun wegen wichtiger Termine nicht mehr kommen. Aber auch diese benötigten ca. 2 Stunden zum Fahren. Inzwischen lag ich schon in der Wurfkiste und presste eifrig. Meinen Leuten war es klar, es ging los.... Schließlich versuchten sie irgendjemanden von den uns umliegenden und bekannten Züchtern zu erreichen. Leider ohne Erfolg. Als aber bereits die erste Fruchtblase des ersten Welpen zu sehen war, rief Angela Böhrensen zurück, sie wurde nun unsere Hilfe per Telefon. Trotz alledem lief alles sehr ruhig ab. Der erste Welpe war gesund zur Welt gekommen. Was für ein Gefühl! Ich bin Mutter! Ich versorgte meinen Erstgeborenen bestens und schon ging es an die Zitze zum Saugen. Alles wunderbar. Die nächsten Welpen folgten prompt. Alles war nun schon bekannt und konnte gut über die Bühne gebracht werden. Alles verlief weiterhin ruhig. Schließlich kamen inzwischen auch Brigitte und Dahlia und halfen bei den letzten Zügen. Pinsel sollte der letzte Welpe sein, er ließ sich zwei ganze Stunden Zeit, leider auch seine Plazenta. Als klar war, dass keine Welpen mehr kommen ruhten sich meine Leute aus. Außer mein Frauchen, sie passte genau auf, dass es mir gut ging und ich meine Globulis für die weitere Entwicklung bekam. Zwischendurch reichte sie mir immer wieder trinken und fressen. In meinem Crunchi waren nun meine vier Kinder, zwei Rüden und zwei Hündinnen. Nun waren wir komplett, die Welt soll kommen, wir sind bereit.....